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Wildpferde


Das Przewalski-Pferd ist auf Howrse ein Wildpferd, das in den Ebenen der Mongolei, China und Russland lebt.

Das Pferd ist auch unter dem Namen "Mongolisches Wildpferd" oder im lateinischen als "Equus przewalski poliakow" bekannt.

ErscheinungsbildBearbeiten

Die Wildpferde sind in etwa 120 bis 140 cm groß und haben sich seit der Eiszeit kaum verändert, da die Tiere einen von der Welt abgeschiedenen Lebensraum besaßen.

Die Ponys besitzen einen recht großen Kopf, einen kurzen Hals, eine kurze, aufgerichtete und dunkle Mähne, einen kurzen, breiten Körper und kräftige Beine mit Röhrenknochen. Es sind fast ausschließlich Falben mit einem Aalstrich, einem hellen Mehlmaul und Zebrastreifen an den Beinen vorhanden. Die Farbe variiert nur leicht mit einem graugelben, isabellfarbenen oder rotbraunen Ton.

WissenswertesBearbeiten

  • Das Przewalski-Pferd ist eines der letzten Urpferde. Es unterscheidet sich von normalen Hauspferden weil es 66 anstelle von 64 Chromosomen aufweist und 19 anstatt 18 Brustwirbelknochen.[1]
  • Die Pferde gelten als äußerst agressiv. Artfremde Jungtiere werden von Stuten gebissen und Hengste haben ein höheres Aggressionsniveau und sind bereit öfters mit anderen Hengsten zu kämpfen. Kreuzungen mit Hauspferdrassen haben ergeben, dass dieses Verhalten vererbt wird. Die Pferde sind jedoch zähmbar, wie es gezähmte Hengste im Naturschutzgebiet Askanija-Nowa beweisen.
  • 1881 entdeckte der Offizier der polnischen Armee, Nikolai Michailowitsch Prschewalski, die Tiere in den Steppen der Wüste Gobi in den "Tachin-Schara-Nuru-Berge" (»Berge der gelben Pferde«). Durch ihren Entdecker benannte man später auch die Pferderasse.[2]
    • Tatsächlich gab es jedoch Schriften, die belegten, dass die Pferde schon früher gesichtet wurden. So erwähnte der tibetanischer Mönch Bodowa das Przewalski-Pferd um 900. Christus.
  • Da die Pferde Kulturflüchter sind und Hirten die Schafe in den Weideflächen der Pferde grasen ließen, flüchteten die Pferde wieder in die karge Gobiwüste. Durch die harten Winter im Jahre 1948 und 1956 ging der bestand der Tiere deutlich zurück.
  • 1967 hatten Großwildjäger die letzten freilebenden Exemplare wegen ihres Fleisches ausgerottet. Die russische und chinesische Regierung sorgten für die Rettung und Erhaltung der Tiere in Zoos auf der ganzen Welt und für die spätere Auswilderung. Nach dem zweiten Weltkrieg lebten nur noch 40 Exemplare.
  • Seit 1960 wird in Prag ein Zuchtbuch aufbewahrt. Die Pferde werden nach typ A und B unterschieden.
    • Typ A sind allein reinrassige Przewalski-Pferde.
    • Typ B sind Przewalski-Pferde mit Einkreuzungen von Hauspferden, die jedoch durch Deckungen mit Typ A wieder reinrassig werden sollen.
  • Heutzutage existieren etwa 2.000 der Tiere. Alleine durch 12 reinrassige Typ A Pferde konnte man den Bestand wieder erhöhen.
  • Seit 1992 werden die Tiere sukzessive in die Wildnis ausgesetzt. Es erwies sich jedoch als schwierig und die Tiere mussten sich an die Klimabedingungen der mongolischen Wüste wieder gewöhnen. 2000 mussten die Forscher wegen eines harten Winters mit Verlusten rechnen.[3][4]
    • Seit 2012 leben mehr als 120-200 Tiere in der Mongolei. [5]
    • Auch in Deutschland werden die Tiere in Kleinreservaten auf ehemals militärisch genutzten Übungsplätzen die Pferde ausgesetzt, um sie auf das Leben in der Mongolei vorzubereiten und selbst in der verstrahlten Zone bei Tschernobyl existieren kleine Herden der Tiere.[6][7]

BilderBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

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